Eine Schar junger Firmen schickt sich an, die altbackene Finanzindustrie zu revolutionieren. Hinter den vollmundigen Vorhaben aber steckt nur selten ein belastbares Geschäftsmodell, hat das Wirtschaftsmagazin „Capital“ herausgefunden.
Kaum eine Woche vergeht, in der nicht die Rede von Fintechs ist: jungen Technologiefirmen, die die Wertschöpfungsketten von Banken und Versicherern sprengen wollen. Medien, zu denen auch FONDS professionell ONLINE zählt, schenken den aufstrebenden Finanz-Start-ups viel Aufmerksamkeit – zu viel, findet das Wirtschaftsmagazin Capital.
Deren Redakteure haben hinter die Kulissen einer vor Selbstbewusstsein strotzenden Branche geschaut und mit Gründern sowie Risikokapitalgebern gesprochen um herauszufinden, ob die Armee der Fintechs tatsächlich das Zeug hat, klassische Banken, Versicherer, Asset Manager und Bezahldienste in absehbarer Zeit vom Thron zu stoßen.
Das Urteil der Redaktion lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Nein! Denn, so das skeptische Fazit: „Den wenigsten Fintechs, jedenfalls in Deutschland, gelingt es bislang, aus ihren Innovationen ein tragfähiges Geschäftsmodell zu schmieden.“